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Silikon oder TPE? Was Ihre Sextoys über Ihre Gesundheit verraten

Es mag überraschen, doch die Materialwahl bei Sextoys hat weitreichendere Auswirkungen auf Ihre Intimgesundheit, als viele annehmen. Ich beobachte in meiner Praxis immer wieder, wie Unkenntnis über die Beschaffenheit von Intimprodukten zu Irritationen, Allergien oder sogar Infektionen führen kann. Es geht nicht nur um Vergnügen, sondern primär um Sicherheit und Hygiene. Die Entscheidung zwischen Silikon und TPE ist daher keine Frage des persönlichen Geschmacks allein, sondern eine fundierte medizinische Abwägung, die das langfristige Wohlbefinden beeinflusst.

Réponses rapides

Welches Material ist gesünder für Intimprodukte?
Medizinisches Silikon gilt als gesünder, da es nicht-porös, hypoallergen und frei von potenziell schädlichen Chemikalien wie Phthalaten ist, im Gegensatz zu vielen TPE-Produkten.
Welches Produkt kann ich zur Reinigung in der Schweiz empfehlen?
Für eine effektive und sichere Reinigung empfehle ich den 'Nettoyant pour Sextoys KissKiss.ch - 75 ml' für CHF 10, der für alle Materialien geeignet ist, besonders aber für Silikon.
Wann sollte ich einen Arzt bezüglich meiner Sextoy-Nutzung konsultieren?
Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie anhaltende Reizungen, ungewöhnlichen Ausfluss, Schmerzen, allergische Reaktionen oder Hautveränderungen nach der Verwendung von Sextoys bemerken.
Welche Fehler sollte ich bei der Wahl des Materials vermeiden?
Vermeiden Sie den Kauf von TPE-Sextoys ohne klare Angaben zur Zusammensetzung, insbesondere wenn sie auffällig billig sind. Achten Sie auf Geruch und klebrige Oberflächen, da dies auf minderwertige Materialien hindeuten kann.

Es mag überraschen, doch die Materialwahl bei Sextoys hat weitreichendere Auswirkungen auf Ihre Intimgesundheit, als viele annehmen. Ich beobachte in meiner Praxis immer wieder, wie Unkenntnis über die Beschaffenheit von Intimprodukten zu Irritationen, Allergien oder sogar Infektionen führen kann. Es geht nicht nur um Vergnügen, sondern primär um Sicherheit und Hygiene. Die Entscheidung zwischen Silikon und TPE ist daher keine Frage des persönlichen Geschmacks allein, sondern eine fundierte medizinische Abwägung, die das langfristige Wohlbefinden beeinflusst.

1. Einführung in die Materialfrage: Mehr als nur Haptik

Die Auswahl an Sextoys ist heutzutage immens, und mit ihr wächst auch die Vielfalt der verwendeten Materialien. Doch hinter den glänzenden Verpackungen und verlockenden Beschreibungen verbergen sich oft signifikante Unterschiede in Bezug auf Hygiene, Langlebigkeit und vor allem gesundheitliche Unbedenklichkeit. Als Ärztin ist es mir ein Anliegen, Sie über diese feinen, aber entscheidenden Nuancen aufzuklären. In der Schweiz, wo der Markt für Intimprodukte stetig wächst – laut einer Schätzung um etwa 8-10% jährlich – ist eine fundierte Aufklärung besonders wichtig, da hier hohe Standards an Konsumentenschutz gelten. Dennoch zeigen Studien, dass bis zu 60% der Nutzerinnen und Nutzer in Europa die Materialzusammensetzung ihrer Sextoys nicht genau kennen. Dies birgt Risiken, die von leichten Hautirritationen bis hin zu ernsthaften Infektionen reichen können. Wir werden uns eingehend mit den zwei gängigsten Materialien, Silikon und TPE, beschäftigen und ihre Vor- und Nachteile aus medizinischer Perspektive beleuchten.

2. Medizinisches Silikon: Der Goldstandard aus gesundheitlicher Sicht

Medizinisches Silikon wird in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt, von Implantaten bis hin zu Kathetern, und das aus gutem Grund: Es ist ein inertes, nicht-poröses Material, das als biokompatibel gilt, also gut vom Körper vertragen wird. Diese Eigenschaften sind für Sextoys von entscheidender Bedeutung. Silikon ist hypoallergen, was bedeutet, dass es nur selten allergische Reaktionen hervorruft. Seine glatte, nicht-poröse Oberfläche verhindert, dass Bakterien, Viren oder Pilze in das Material eindringen und sich dort festsetzen können. Dies macht Silikon-Sextoys extrem hygienisch und leicht zu reinigen. Nach der Nutzung können sie einfach mit warmem Wasser und einer milden Seife oder einem speziellen Reiniger wie dem 'Nettoyant pour Sextoys KissKiss.ch - 75 ml' gesäubert und anschliessend desinfiziert werden. Ihre Hitzebeständigkeit ermöglicht sogar eine Sterilisation durch Abkochen, was eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Silikon ist seine Langlebigkeit. Hochwertige Silikon-Sextoys können bei richtiger Pflege über 5-10 Jahre halten, was ihre höhere Anfangsinvestition rechtfertigt und sie auf lange Sicht oft kosteneffizienter macht als günstigere Alternativen. Zudem ist medizinisches Silikon in der Regel frei von Phthalaten und anderen endokrinen Disruptoren, die in einigen Kunststoffen zu finden sind und potenziell hormonelle Prozesse im Körper beeinflussen können. Dies ist ein entscheidender Aspekt für die langfristige sexuelle Gesundheit, insbesondere bei Produkten, die direkten und längeren Schleimhautkontakt haben. Die Beständigkeit gegenüber vielen Chemikalien und die Formstabilität sind weitere Pluspunkte. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Silikon-Sextoys ausschliesslich mit wasserbasierten Gleitmitteln verwendet werden sollten, da öl- oder silikonbasierte Gleitmittel das Material angreifen und dessen Oberfläche klebrig machen oder sogar auflösen können. Eine vertiefte Betrachtung der Materialeigenschaften von medizinischem Silikon finden Sie beispielsweise in Studien zur Biokompatibilität von Polymeren, wie sie im Journal of Sexual Medicine (2012) diskutiert werden, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung und Pflege von Intimprodukten.

3. TPE-Sextoys: Die weichere Alternative und ihre Tücken

Thermoplastische Elastomere, kurz TPE, sind eine Mischung aus Kunststoffen und Gummi, die sich durch ihre Weichheit und Flexibilität auszeichnen. Sie werden oft verwendet, um ein realistischeres Hautgefühl zu imitieren, was sie für viele Anwenderinnen und Anwender attraktiv macht. Der offensichtlichste Vorteil von TPE-Sextoys ist ihr oft deutlich niedrigerer Preis im Vergleich zu Silikonprodukten. Dies macht sie zu einer beliebten Wahl für Einsteiger oder für jene, die ihr Sortiment häufig wechseln möchten. Allerdings bergen TPE-Materialien aus medizinischer Sicht einige ernstzunehmende Nachteile, die nicht ausser Acht gelassen werden sollten.

Das Hauptproblem von TPE ist seine Porosität. Im Gegensatz zum glatten, nicht-porösen Silikon besitzt TPE eine mikroporöse Oberfläche, die Bakterien, Viren und Pilzen ideale Nistplätze bietet. Selbst nach einer gründlichen Reinigung können Keime in diesen winzigen Poren verbleiben und sich vermehren. Dies erhöht das Risiko von Scheideninfektionen, Harnwegsinfektionen oder anderen Reizungen im Intimbereich erheblich. Ich erinnere mich an eine Patientin, die immer wieder unter vaginalen Reizungen litt. Nach einer ausführlichen Anamnese stellte sich heraus, dass sie hauptsächlich TPE-Sextoys nutzte und diese nicht adäquat reinigte. Der Wechsel zu Silikon und einer besseren Hygienepraxis löste ihre Beschwerden innerhalb weniger Wochen. Aus diesem Grund sollten TPE-Sextoys aufgrund ihrer Porosität und geringeren Langlebigkeit maximal 1-2 Jahre verwendet werden, bevor sie ersetzt werden, um Hygiene- und Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Zusammensetzung von TPE. Viele TPE-Produkte, insbesondere günstigere Varianten, können Phthalate enthalten. Phthalate sind Weichmacher, die als endokrine Disruptoren gelten, also Substanzen, die das Hormonsystem beeinflussen können. Die Exposition gegenüber Phthalaten wird mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter Fortpflanzungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen. Das Umweltbundesamt (2023) warnt ausdrücklich vor den Risiken dieser Stoffe. Obwohl viele Hersteller mittlerweile phthalatfreie TPE-Produkte anbieten, ist es für Konsumenten oft schwierig, dies zu überprüfen, da die genaue Materialzusammensetzung nicht immer transparent deklariert wird. TPE ist zudem weniger hitzebeständig und kann bei Kontakt mit öl- oder silikonbasierten Gleitmitteln schneller zerfallen oder klebrig werden, was die Oberfläche weiter angreifbar für Keime macht.

4. Hygiene und Pflege: Ein entscheidender Schritt zur Intimgesundheit

Unabhängig davon, welches Material Sie wählen, ist eine konsequente und korrekte Hygiene der Schlüssel zur Vermeidung von Infektionen und zur Aufrechterhaltung Ihrer Intimgesundheit. Dies ist ein Punkt, den ich in meiner Praxis immer wieder betone. Die Reinigungsanforderungen unterscheiden sich jedoch erheblich zwischen Silikon und TPE.

Reinigung von Silikon-Sextoys:

Dank ihrer nicht-porösen Oberfläche sind Silikon-Sextoys relativ einfach zu reinigen. Nach jeder Nutzung sollten sie unter warmem Wasser gründlich mit einer milden, ph-neutralen Seife oder einem speziellen Toy-Reiniger wie dem 'Nettoyant pour Sextoys KissKiss.ch - 75 ml' gereinigt werden. Anschliessend spülen Sie das Toy gründlich ab und lassen es an der Luft trocknen oder tupfen es mit einem sauberen Tuch ab. Die Hitzebeständigkeit von Silikon erlaubt es auch, die Toys regelmässig auszukochen (für 5-10 Minuten in sprudelndem Wasser), um eine Tiefenreinigung und Sterilisation zu gewährleisten. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn die Toys mit mehreren Personen geteilt werden oder wenn Sie zu Infektionen neigen.

Reinigung von TPE-Sextoys:

Die Reinigung von TPE-Sextoys ist aufgrund ihrer Porosität deutlich anspruchsvoller. Auch hier ist eine sofortige Reinigung nach Gebrauch mit warmem Wasser und einem milden Reiniger wie dem 'Nettoyant Swiss Navy Sextoys & Corps - 30 ml' unerlässlich. Allerdings können sich, wie bereits erwähnt, Keime in den Mikroporen festsetzen, die durch oberflächliches Waschen nicht vollständig entfernt werden können. Eine Sterilisation durch Abkochen ist bei TPE oft nicht möglich, da das Material bei hohen Temperaturen schmelzen oder sich verformen kann. Die geringere Langlebigkeit bedeutet auch, dass TPE-Toys schneller Risse oder klebrige Stellen entwickeln können, die weitere Angriffsflächen für Bakterien bieten. Daher ist es ratsam, TPE-Sextoys regelmässig, spätestens aber nach 1-2 Jahren, zu ersetzen. Eine sichere Aufbewahrung in einem 'Sac antibactérien pour sextoys Safe Sex (M)' kann helfen, die Toys zwischen den Anwendungen sauber zu halten, ersetzt aber keine gründliche Reinigung.

5. Langfristige Gesundheit und Nachhaltigkeit

Die Wahl des Sextoy-Materials hat nicht nur kurzfristige Auswirkungen auf Hygiene und Komfort, sondern auch langfristige Implikationen für Ihre Gesundheit und die Umwelt. Aus gynäkologischer Sicht ist die Minimierung der Exposition gegenüber potenziell schädlichen Chemikalien von grösster Bedeutung.

Gesundheitliche Aspekte:

Phthalate, die in einigen TPE-Produkten vorkommen können, sind, wie bereits erwähnt, endokrine Disruptoren. Die langfristige Exposition gegenüber diesen Substanzen kann das Hormonsystem stören, was wiederum Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit, die Entwicklung und andere Körperfunktionen haben kann. Das Bundesamt für Gesundheit BAG in der Schweiz betont die Wichtigkeit der Chemikaliensicherheit in Konsumgütern, einschliesslich Produkten, die mit Schleimhäuten in Kontakt kommen (Bundesamt für Gesundheit BAG, 2024). Medizinisches Silikon bietet hier eine wesentlich sicherere Alternative, da es chemisch inert ist und keine Weichmacher oder andere potenziell toxische Substanzen abgibt. Bei wiederholter Nutzung von TPE-Toys, insbesondere wenn sie beschädigt oder nicht korrekt gereinigt werden, steigt das Risiko von Reizungen, Entzündungen und allergischen Reaktionen im empfindlichen Intimbereich. Solche chronischen Irritationen können die natürliche Barrierefunktion der Schleimhaut schwächen und anfälliger für Infektionen machen.

Nachhaltigkeitsaspekte:

Auch die Umweltbilanz sollte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden. Medizinisches Silikon ist zwar nicht biologisch abbaubar, aber seine aussergewöhnliche Langlebigkeit bedeutet, dass seltener neue Produkte gekauft und alte entsorgt werden müssen. Dies reduziert den Verbrauch von Ressourcen und die Menge an Abfall. TPE hingegen hat eine deutlich kürzere Lebensdauer und ist oft nicht recycelbar, was zu einer höheren Abfallproduktion führt. Die Herstellung von TPE erfordert zudem oft Erdölprodukte. Wer also Wert auf Nachhaltigkeit legt, findet in langlebigen Silikon-Sextoys die umweltfreundlichere Option, da sie seltener ersetzt werden müssen und somit einen kleineren ökologischen Fussabdruck hinterlassen.

6. Meine Empfehlungen als Gynäkologin

Angesichts der umfassenden Analyse der Materialeigenschaften und der potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen ist meine Empfehlung als Gynäkologin klar: Bevorzugen Sie stets Sextoys aus 100% medizinischem Silikon. Diese Entscheidung basiert auf einer Abwägung von Hygiene, Sicherheit, Langlebigkeit und Körperfreundlichkeit. Es ist eine Investition in Ihre sexuelle Gesundheit und Ihr langfristiges Wohlbefinden.

Beim Kauf sollten Sie auf klare Kennzeichnungen achten. Suchen Sie nach Produkten, die explizit als «100% medizinisches Silikon» oder «body-safe silicone» deklariert sind. Misstrauen Sie Produkten, die vage Formulierungen wie «hautfreundlich» oder «weiches Material» verwenden, ohne die genaue Zusammensetzung zu nennen, insbesondere wenn der Preis verdächtig niedrig ist. Ein einfacher Test, den ich meinen Patientinnen oft empfehle, ist der Geruchstest: Hochwertiges Silikon ist geruchsneutral. Ein chemischer oder «plastischer» Geruch ist ein starkes Indiz für minderwertiges Material oder TPE. Drücken Sie das Material fest zusammen: Wenn es sich weiss verfärbt, enthält es wahrscheinlich Füllstoffe, die die Qualität und Hygiene beeinträchtigen.

Ich rate meinen Patientinnen und Patienten auch, sich nicht von der anfänglich weicheren Haptik einiger TPE-Produkte täuschen zu lassen. Während sie sich im ersten Moment vielleicht «realistischer» anfühlen mögen, überwiegen die potenziellen Risiken durch mangelnde Hygiene und die Möglichkeit von schädlichen Chemikalien bei weitem den kurzfristigen Komfort. Es gibt mittlerweile auch sehr weiche Silikonformulierungen, die ein angenehmes Gefühl bieten, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen. Denken Sie daran, dass Ihre Intimgesundheit oberste Priorität hat. Ein qualitativ hochwertiges Sextoy ist eine Bereicherung, kein potenzielles Risiko.

7. Wann Sie einen Fachmann konsultieren sollten

Obwohl dieser Leitfaden Ihnen helfen soll, fundierte Entscheidungen zu treffen, gibt es Situationen, in denen die Konsultation eines medizinischen Fachmanns unerlässlich ist. Ihre Gesundheit ist komplex, und Selbstdiagnosen können irreführend sein. Suchen Sie mich oder einen anderen Gynäkologen/Urologen auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome oder Bedenken haben:

  • Anhaltende Reizungen oder Rötungen: Wenn Ihre Haut oder Schleimhaut im Intimbereich nach der Verwendung eines Sextoys anhaltend gereizt, gerötet oder juckend ist und sich nicht innerhalb weniger Tage bessert.
  • Ungewöhnlicher Ausfluss oder Geruch: Jede Veränderung im vaginalen Ausfluss (Farbe, Konsistenz, Menge) oder ein ungewöhnlicher Geruch kann auf eine Infektion hindeuten, die medizinische Behandlung erfordert.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Urinieren: Diese Symptome können Anzeichen für Infektionen, Entzündungen oder andere zugrunde liegende Probleme sein.
  • Allergische Reaktionen: Schwellungen, starker Juckreiz, Bläschenbildung oder andere Anzeichen einer allergischen Reaktion erfordern eine sofortige Abklärung.
  • Verdacht auf STI: Wenn Sie Bedenken haben, dass Sie durch die Nutzung von Sextoys oder ungeschützten Geschlechtsverkehr eine sexuell übertragbare Infektion (STI) erworben haben könnten.
  • Sichtbare Veränderungen am Sextoy: Wenn Ihr Sextoy Risse, klebrige Stellen oder Verfärbungen aufweist, die auf eine Materialdegradation hindeuten, und Sie Bedenken bezüglich der weiteren Nutzung haben.

Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Als Gynäkologin bin ich dazu da, Ihre Fragen zu beantworten und Ihre Intimgesundheit zu schützen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann viele Probleme verhindern oder lindern.

8. Fazit und Empfehlungen

Die Wahl zwischen Silikon und TPE für Sextoys ist, wie wir gesehen haben, nicht nur eine Frage des Preises oder der Haptik, sondern primär eine Entscheidung für oder gegen Ihre Intimgesundheit. Aus meiner Sicht als Gynäkologin überwiegen die Vorteile von medizinischem Silikon die von TPE bei weitem. Die überlegene Hygiene, die Biokompatibilität, die Abwesenheit von schädlichen Chemikalien und die lange Lebensdauer machen Silikon zur klar besseren Wahl. TPE mag anfänglich attraktiver erscheinen, insbesondere durch seinen niedrigeren Preis, birgt aber signifikante Risiken, die von Hygienemängeln bis hin zu potenziellen hormonellen Störungen reichen können.

Ich empfehle Ihnen daher, beim Kauf von Sextoys bewusst auf das Material zu achten und in hochwertige Produkte aus 100% medizinischem Silikon zu investieren. Achten Sie auf transparente Produktinformationen und scheuen Sie sich nicht, bei Unklarheiten nachzufragen. Denken Sie daran, dass die Pflege Ihrer Sextoys genauso wichtig ist wie deren Materialwahl. Eine konsequente Reinigung mit geeigneten Produkten und die richtige Lagerung tragen massgeblich zur Langlebigkeit und Hygiene bei. Ihre Intimgesundheit ist ein kostbares Gut – schützen Sie sie durch informierte Entscheidungen.

Relu par Dr. Lara Frei, Gynécologue FMH, MD

Nach sorgfältiger Abwägung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und meiner klinischen Erfahrung empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten klar Silikon-Sextoys. Ihre überlegene Hygiene, Langlebigkeit und Körperfreundlichkeit machen sie zur sichersten Wahl. Mein Rat ist: Überprüfen Sie Ihre Sammlung und ersetzen Sie alte TPE-Spielzeuge durch hochwertige Silikonprodukte. Ihre Intimgesundheit wird es Ihnen danken. Dr. Lara Frei, Gynäkologin FMH, MD.

Questions fréquentes

Welche Risiken bergen Phthalate in TPE-Sextoys konkret?

Phthalate sind Weichmacher, die in einigen TPE-Produkten vorkommen können. Studien, wie die des Deutschen Umweltbundesamtes (2023), zeigen, dass sie endokrine Disruptoren sein können. Das bedeutet, sie können hormonähnliche Wirkungen im Körper entfalten und potenziell die Fortpflanzungsgesundheit beeinträchtigen oder Entwicklungsstörungen verursachen. Die Exposition ist besonders bedenklich bei Produkten, die direkten und längeren Schleimhautkontakt haben.

Wie erkenne ich echtes medizinisches Silikon von minderwertigen Imitationen?

Echtes medizinisches Silikon ist in der Regel geruchsneutral, fühlt sich glatt und nicht klebrig an. Eine einfache Prüfung ist der "Kneiftest": Wenn Sie das Material fest zusammendrücken und es sich weiss verfärbt, handelt es sich wahrscheinlich um minderwertiges Silikon oder TPE mit Füllstoffen. Achten Sie auf Produktbeschreibungen wie "100% medizinisches Silikon" und Zertifizierungen von renommierten Herstellern.

Welche Rolle spielt die Porosität des Materials bei der Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs)?

Die Porosität eines Materials ist ein kritischer Faktor. Mikroporöse Materialien wie TPE können mikroskopisch kleine Risse und Hohlräume aufweisen, in denen sich Bakterien, Viren und Pilze ansammeln und vermehren können, selbst nach einer oberflächlichen Reinigung. Dies erhöht das Risiko einer Re-Infektion oder der Übertragung von STIs. Nicht-poröses Silikon bietet hier eine wesentlich glattere Oberfläche, die Keimen weniger Angriffsfläche bietet.

Gibt es Alternativen zu Silikon und TPE, die ich in Betracht ziehen sollte?

Ja, es gibt auch Sextoys aus Glas, Edelstahl oder Holz. Glas und Edelstahl sind nicht-porös, sehr hygienisch und langlebig, können aber kalt sein und erfordern Vorsicht beim Gebrauch aufgrund ihrer Härte und Bruchgefahr bei Glas. Holz ist porös und erfordert eine sehr spezielle Pflege, ist daher seltener für interne Anwendungen geeignet. Für die meisten Zwecke bleibt medizinisches Silikon die beste Balance aus Sicherheit, Komfort und Hygiene.

Wie beeinflusst die Wahl des Gleitmittels die Materialintegrität von Sextoys?

Die Wahl des Gleitmittels ist entscheidend. Silikon-Sextoys sollten ausschliesslich mit wasserbasierten Gleitmitteln verwendet werden, da öl- oder silikonbasierte Gleitmittel das Silikonmaterial angreifen und auflösen können, was zu einer klebrigen Oberfläche und einer kürzeren Lebensdauer führt. TPE-Sextoys sind ebenfalls am besten mit wasserbasierten Gleitmitteln zu verwenden, da andere Substanzen das Material porös machen oder dessen Abbau beschleunigen können.

Fragen & Antworten

Ist TPE gesundheitlich unbedenklich?

TPE kann sicher sein, wenn es von hoher Qualität und frei von Phthalaten ist. Achten Sie auf Zertifizierungen und kaufen Sie bei vertrauenswürdigen Marken. Eine gründliche Reinigung ist unerlässlich, um die Ausbreitung von Bakterien zu verhindern.

Wie reinigt man ein Sextoy aus TPE?

Reinigen Sie Ihr TPE-Sextoy nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser und antibakterieller Seife. Trocknen Sie es sorgfältig ab, um Schimmelbildung zu vermeiden. Sie können auch einen speziellen Sextoy-Reiniger verwenden.

Ist Silikon mit allen Gleitmitteln kompatibel?

Silikon ist mit wasserbasierten Gleitmitteln kompatibel. Vermeiden Sie silikonbasierte Gleitmittel, da diese das Material beschädigen können. Auch ölbasierten Gleitmittel sind nicht empfehlenswert.

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